Das Fürstentum (AT)

Projektübersicht

Projektinfo

von Moritz Laube

Die Politik hat ihre Glaubwürdigkeit verloren. Was liegt also näher, als es nun selbst zu versuchen – mit der Gründung eines neuen Staates?

Tags: Film Video, Kunst

Projekt läuft bis
17.08.2011
Zielsumme
26.000 €
verbleibende Zeit
0 Tage
bisher geboten
3.110 €

11% finanziert

EIN NEUER STAAT


Biometrische Daten, RFID, Transferunion, Fukushima, die Laufzeitverlängerung, Stuttgart 21, der Kapitalismus im Allgemeinen, die Euro-Dämmerung im Besonderen, Verschwörung und Korruption hinter den Kulissen. Das ist nur der Ausschnitt einer nicht enden wollenden Liste, die jede Menge Gründe liefert, sich von der BRD abzuspalten und einen eigenen Staat zu gründen!

Niels P. Deboos (Aljoscha Stadelmann) reichen diese Gründe, um die Idee vom eigenen Staat endlich wahr werden zu lassen. Am 22. Oktober 2011 lässt er sich in einer feierlichen Zeremonie zum Staatsoberhaupt des auf dem Grundstück eines alten baufälligen Schlosses in Brandenburg gegründeten Staates ernennen. Die nächsten Tage sind straff organisiert: Alte Pässe werden verbrannt, neue ausgegeben; Euro werden 1:1 in „Deboos-Mark“ (kurz: DM) umgetauscht; Ministerposten werden verteilt, Kinder gezeugt, eine Verfassung geschrieben und eine Staatshymne komponiert. 
Eine Staatsgründung – zumal auf deutschem Gebiet – bleibt nicht lange unbemerkt. So kommt bereits nach wenigen Tagen ein Fernsehteam zu Besuch und die Bewohner geben bereitwillig Auskunft: „Wir sind nicht rechts. Wir sind nicht links. Wir sind vorne!“ 

Der Spott der Regionalpresse ist ihnen von nun an sicher. Doch die Idee einer selbstbestimmten Gesellschaft mit einer eigenen Verfassung kommt gut an in einem Land, in der sich die dumpfe Angst vor der Globalisierung paart mit einer ganz konkreten und – sind wir mal ehrlich – nachvollziehbaren Politikverdrossenheit. Niels trifft den Nerv der Zeit. Und so verbreitet sich die Idee des Staates im Staate weit über die unmittelbare Umgebung des Fürstentums hinaus und zieht immer mehr neue Bürger in seinen Bann. Der junge Staat lernt Laufen. Und das sehr schnell. 

Aber es gibt auch Gegenwind. So schaut der Bürgermeister der Gemeinde mit wachsendem Argwohn auf die Machenschaften der „Kommune“ und betreibt schließlich ihre Zerschlagung mit aller Härte. Doch auch im Innern beginnt es bald zu gären. Von den Bürgern nicht lange unbemerkt, wirft Niels seine Vorstellungen von Demokratie und Pazifismus alsbald über Bord und offenbart einen autokratischen Führungsstil voller Misstrauen, Zorn und Allmachtsphantasien. Selbst die getreuesten Untertanen stellen sich schließlich offen gegen den Unterdrücker. Der Zerfall ist nicht mehr zu stoppen.

Zum Schluss steht Niels P. Deboos allein im Kampf gegen seine Bürger, gegen seinen eigenen Staat (!) und eine Hundertschaft von Polizisten der BRD, die gekommen sind, um das Schloss zu räumen – und den duce zu stürzen.
Das Fürstentum (AT) – die uckermärkische Version von „Apokalypse Now“, „The Beach“ und „Radio Rock Revolution“ trifft auf dänischen Humor à la „Adamsäpfel“.

 

DIE UMSETZUNG

 

Wir haben eine hochaktuelle Proposition, ein Treatment mit einer spannenden Dramaturgie und komplexen Charakteren. Auch die Location existiert bereits.
Was wir nicht haben, ist ein fertiges Drehbuch. Denn unser Prinzip ist die Improvisation. Wir wollen auf neue Ideen und tagespolitische Ereignisse flexibel reagieren können. Diese Freiheit möchte ich uns geben. Und damit die Freiheit auch möglichst groß bleibt, wird es keine Gelder von Fernsehredaktionen, keine Mittel aus Filmförderungen geben. Dennoch brauchen wir natürlich Geld, um diesen Film umsetzen zu können – und bauen auf die Unterstützung der crowd. Aber nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich freuen wir uns auf Input und erhoffen uns einen regen Austausch über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der BRD und die Utopie eines eigenen Staates.


Selten zuvor waren die Politik- und Feuilleton-Ressorts der Tages- und Wochenzeitungen derart voll mit Themen über Politikverdruss und diverseste Volksbegehren wie in den letzten ein bis zwei Jahren. Man kann natürlich argumentieren, dass uns eine multipolar politisierte Gesellschaft der Demokratie im eigentlichen Sinne viel näher bringt. Allerdings öffnet sie auch Tür und Tor für jede Art von Stimmungsmache radikaler Gruppierungen. Und das wirft früher oder später die Frage auf, ob eine Demokratie ein derart babylonisches Stimmengewirr, in dem sich derjenige Gehör verschafft, der am lautesten schreit, überhaupt aushalten kann. Niels P. Deboos glaubt, dass nein – und gründet sein unabhängiges Fürstentum. Ihn bewegt eine hehre Idee. Doch aufgrund persönlicher Befindlichkeiten und durch äußeren Druck, fällt das Staatsgebilde nach einem furiosen Start und immensem Zulauf in sich zusammen wie ein misslungenes Schokoladensoufflé.

Der Film bietet keine Antworten, noch will er eine Empfehlung für eine neue alte Gesellschaftsform sein. Er will einfach nur dahingehend sensibilisieren, dass es manchmal überaus politisch sein kann, unpolitisch zu sein.


Moritz Laube


www.dasfuerstentum.tumblr.com

www.zischlermann.com

www.moritzlaube.com

  • 08.07.2011

    Der Sommerpause zum Trotz: 1.605,- € sind zusammen! Danke! Dennoch hört nicht auf, diese Adresse an Freunde und Bekannte weiterzugeben: www.ein-neuer-staat.org

  • 24.06.2011

    Die 5%-Hürde haben wir genommen! Dank Eurer Unterstützung! http://youtu.be/5LAPgC07nPA

  • 20.06.2011

    Vielen Dank für eure bisherige Unterstützung! Auch Niels will sich bei euch mit einer kleinen Ansprache auf Youtube (hier klicken) bedanken. Bitte unterstützt uns auch weiterhin, indem ihr das Projekt bei euren Freunden, Kollegen, Bekannten und Verwandten bekannt macht.

    Eure Staatenlenker

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Prämien

  • 10 Euro oder mehr

    Unser Dank in den Filmcredits (Abspann), eine Einladung zur Premiere und ein PDF mit Demo-Parolen oder einem Pflasterstein-Bastelbogen

    Unterstützer » 19

  • 25 Euro oder mehr

    Unser Dank in den Filmcredits (Abspann), eine Einladung zur Premiere und ein Sticker-Bogen mit Demo-Parolen per Post

    Unterstützer » 6

  • 50 Euro oder mehr

    Unser Dank in den Filmcredits (Abspann), eine Einladung zur Premiere und das "Revoluzzer-Kit lite"
    (Pflasterstein-Bastelbogen, echte Niels-Deboos-Augenklappe, Trillerpfeife, Müsli-Survival-Riegel)

    Unterstützer » 2

  • 100 Euro oder mehr

    Unser Dank in den Filmcredits (Abspann), eine Einladung zur Premiere und das "Revoluzzer-Kit Pro"
    (Pali-Tuch, Revoluzzer-Fibel, Pflasterstein-Bastelbogen, echte Niels-Deboos-Augenklappe, Trillerpfeife, Müsli-Survival-Riegel) und die DVD des fertigen Films

    Unterstützer » 8

  • 500 Euro oder mehr

    Co-Produzenten-Titel, eine Einladung zur Premiere und das "Revoluzzer-Kit Pro"
    (Pali-Tuch, Revoluzzer-Fibel, Pflasterstein-Bastelbogen, echte Niels-Deboos-Augenklappe, Trillerpfeife, Müsli-Survival-Riegel) und die DVD des fertigen Films

    Unterstützer » 1

  • 1000 Euro oder mehr

    Director's Dinner, Besuch am Set und ggf. eine kleine Nebenrolle als Bürger des Fürstentums, eine Einladung zur Premiere und das "Revoluzzer-Kit Pro" (Pali-Tuch, Revoluzzer-Fibel, Pflasterstein-Bastelbogen, echte Niels-Deboos-Augenklappe, Trillerpfeife, Müsli-Survival-Riegel) und die DVD des fertigen Films

    Unterstützer » 1

Initiator

Uns geht's wahrscheinlich wie vielen von euch. Wir gehen unserer Arbeit nach, machen mehr oder weniger sinnvolle Dinge, sind mehr oder weniger erfolgreich in dem, was wir tun und verdienen damit mehr oder weniger auskömmlich unseren Lebensunterhalt. Wir informieren uns über den Lauf der Welt und sind jeden Tag aufs Neue erschreckt über die Flut der Hiobsbotschaften, die aus Politik und Wirtschaft aus allen Teilen der Welt auf uns hereinprasseln.

Aber wir tun nichts. Weil wir uns machtlos fühlen. Die Welt ist einfach zu komplex geworden.

Mit dieser filmischen Satire wollen Susanne (Produktion) und ich uns selbst und anderen zeigen, dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich zu empören und scheinbar unverrückbare Tatsachen wieder infrage zu stellen und zu erkennen, dass wir selbst, allein und absolut, für die Welt verantwortlich sind.

Das hört sich nach einer hehren Mission an – und das ist es auch. Ihr seid alle herzlich eingeladen, uns dabei zu unterstützen! Bei Fragen zu uns und unserem Projekt erreicht ihr uns immer und zu jeder Zeit über die in der Projektbeschreibung angeführten Internetadressen. Oder eben hier über Inkubato.com.